Waldbestattung - Trauerhilfe Niederrhein

Waldbestattung mit Friedwald

in Goch-Tannenbusch im Landkreis Kleve und deutschlandweit

Immer mehr Menschen wünschen sich eine letzte Ruhestätte, die nicht von steinernen Denkmälern und strengen Reihen geprägt ist, sondern von der ursprünglichen Kraft des Lebens. Die Waldbestattung im Friedwald bietet genau das: einen Ort der Stille, der Freiheit und der Rückkehr zur Natur.

Als Alternative zu traditionellen Friedhöfen entstehen hier naturnahe Bestattungsplätze, auf denen die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelwerk eines ausgewählten Baumes gebettet wird. Jeder Baum wird so zu einem individuellen, lebendigen Grabmal, das im Einklang mit dem Kreislauf des Waldes steht.

In unmittelbarer Nähe zum Niederrhein, zwischen Goch und Bedburg-Hau gelegen, befindet sich ein ganz besonderer Ort der letzten Ruhe: der FriedWald Goch-Tannenbusch. Als Trauerhilfe Niederrhein sind wir mit diesem einzigartigen Bestattungswald eng verbunden – nicht nur geografisch, sondern auch durch unsere langjährige Erfahrung bei der Begleitung von Familien, die sich für diese naturnahe Form des Abschieds entscheiden.

Was ist eine Waldbestattung?

Eine Waldbestattung ist eine Form der alternativen Bestattung, bei der die Urne des Verstorbenen in einem speziell dafür ausgewiesenen Waldstück – dem sogenannten Friedwald – beigesetzt wird. Anders als auf einem konventionellen Friedhof gibt es hier keine festen Wege, keine Grabreihen und meist keine aufwendigen Grabmale.

Stattdessen wird jeder Bestattung ein Baum zugeordnet, der für die Dauer der Ruhefrist (in der Regel 20 bis 30 Jahre) als Grabzeichen dient. Der Baum bleibt erhalten und wird Teil eines naturnahen Ökosystems. Die Beisetzung erfolgt in einer biologisch abbaubaren Urne, die im Wurzelbereich des Baumes oder an dessen Basis in die Erde eingelassen wird. Die genaue Lage wird durch eine kleine, meist flache Plakette oder einen schlichten Stein am Baum markiert. Die Zeremonie selbst findet oft unter freiem Himmel statt und kann individuell gestaltet werden – ob mit Angehörigen im engsten Kreis oder als größere Trauerfeier an einem zentralen Platz im Wald.

Diese Bestattungsform verbindet die Würde eines traditionellen Begräbnisses mit der Freiheit und Weite der Natur.

Der FriedWald Goch-Tannenbusch
auf einen Blick:

  • Standort: Bedburger Straße, 47574 Goch (zwischen Goch und Bedburg-Hau, parallel zur B9)
  • Gesamtfläche: 88,2 Hektar Mischwald
  • Parkplatz: Behindertengerecht direkt am Eingang vorhanden
  • Barrierefreiheit: Ebenes, festes Wegenetz; behindertengerechte Toilette vorhanden
  • ÖPNV: Bushaltestelle fußläufig erreichbar
  • Andachtsplatz mit Eichenholzkreuz und Sitzbänken für Trauerfeiern

Baumauswahl

  • Partnerbaum: Exklusiv für zwei Personen, rote Kennzeichnung, Ruhezeit 15–30 Jahre
  • Generationenbaum: Für Familien/Freundeskreis, bis zu 20 Plätze erweiterbar, blaue Kennzeichnung, Ruhezeit bis 31.12.2118
  • Einzelplatz am Gemeinschaftsbaum: Einzelne Plätze an gemeinsam genutztem Baum, gelbe Kennzeichnung, Ruhezeit 15 Jahre
  • Basisplatz: Zugewiesener Platz ohne eigene Baumauswahl, Ruhezeit 15 Jahre

Zum Friedwald

Vorteile einer Waldbestattung:

Friedwald im Landkreis Kleve

  • Naturverbundenheit: Die letzte Ruhestätte liegt in einem geschützten, lebendigen Ökosystem – fernab von Friedhofsmauern und steinernen Gräbern.
  • Individueller Baum: Jeder Verstorbene erhält einen eigenen, markanten Baum (z. B. Buche, Eiche, Kiefer), der als persönliches, lebendiges Grabmal dient.
  • Keine aufwendige Grabpflege: Es gibt keine Pflicht zur Grabpflege. Der Wald wird von einem Förster oder einer Stiftung gepflegt; die Natur übernimmt die Gestaltung.
  • Nachhaltigkeit: Durch die Verwendung biologisch abbaubarer Urnen und den Erhalt der Waldflächen entsteht ein ökologisch sinnvoller Kreislauf.
  • Große Auswahl: In Niedersachsen und angrenzenden Regionen gibt es zahlreiche zertifizierte Friedwälder, sodass die Wahl des Ortes individuell getroffen werden kann.
  • Flexible Gestaltung: Die Trauerfeier kann im Wald ganz nach den Wünschen des Verstorbenen und der Angehörigen gestaltet werden – von stillen Abschieden bis hin zu festlichen Zeremonien.
  • Gemeinsamer Ruheort: Familienmitglieder können im selben Waldgebiet, bei Bedarf auch am selben Baum (als Gemeinschaftsgrab), bestattet werden.
  • Kostentransparenz: Die Kosten sind im Vergleich zu manchen traditionellen Reihen- oder Wahlgräbern oft klar kalkulierbar und beinhalten in der Regel die Ruhefrist über mehrere Jahrzehnte.

Was Sie wissen sollten: Namenschild und Grabschmuck

Anders als in manch anderen Bestattungswäldern gilt im FriedWald Goch-Tannenbusch eine Besonderheit: Der Träger ist das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Aus diesem Grund ist eine anonyme oder halbanonyme Bestattung nicht gestattet. Eine Namenstafel am Baum ist verpflichtend .

Wir beraten Sie gerne zu den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten der Namensschilder – ob klassisch mit Namen und Lebensdaten oder mit einem persönlichen Motiv.

Bezüglich Grabschmuck gilt:

Der Wald lebt von seiner Natürlichkeit. Dauerhafte Grabsteine, Einfassungen oder großer Grabschmuck sind nicht erlaubt. Die Natur selbst gestaltet den Ort der Ruhe – mit wechselnden Lichtspielen, Vogelgesang und dem Rauschen der Blätter. Temporärer Blumenschmuck zur Trauerfeier ist in der Regel möglich

Der Sternschnuppenbaum

Eine besonders herzliche Besonderheit des FriedWald Goch-Tannenbusch ist der Sternschnuppenbaum – ein Ort des Gedenkens für Sternenkinder. Für Eltern, die ihr Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben, bietet dieser Baum eine kostenfreie Ruhestätte.

Lediglich die Beisetzungskosten fallen an. Die Plaketten an diesen Bäumen tragen ein besonderes Sternenmotiv und schenken trauernden Eltern einen Ort des stillen Gedenkens.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Waldbestattung

Wir haben Ihnen versucht die wichtigsten Punkte gut uns übersichtlich zusammenzufassen. Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, melden Sie sich, wir beraten sie gerne!

Zum Kontakt

 

Die Trauerhilfe Niederrhein arbeitet mit mehreren zertifizierten Friedwald-Standorten in Niedersachsen sowie im grenznahen Nordrhein-Westfalen zusammen. Dazu gehören unter anderem der Friedwald im Solling, im Deister oder in der Lüneburger Heide. Gerne beraten wir Sie individuell, welcher Standort für Ihre Wünsche und die regionale Nähe am besten geeignet ist.

In vielen Friedwäldern in Niedersachsen ist es möglich, gegen eine geringe Gebühr einen Vorsorgevertrag abzuschließen und sich einen bestimmten Baum bereits zu Lebzeiten auszusuchen oder reservieren zu lassen. Bei einer akuten Bestattung wählen die Angehörigen gemeinsam mit dem Förster oder unserem Team einen passenden Baum aus, der frei verfügbar ist.

Ja, auch im Friedwald gibt es eine vertraglich festgelegte Ruhefrist. Diese beträgt in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren, je nach Friedwald-Betreiber. Während dieser Zeit ist der Baum geschützt und das Grab darf besucht werden. Nach Ablauf der Frist wird die Fläche renaturiert, sofern keine Verlängerung vereinbart wurde.

Grundsätzlich gilt in Friedwäldern das Prinzip der Naturnähe. Dauerhafte Grabsteine, Einfassungen oder große Grabschmuck-Objekte sind meist nicht erlaubt. Stattdessen bieten die Betreiber schlichte, wetterfeste Namensplaketten aus Holz, Stein oder Metall an, die am Baum oder am Boden angebracht werden. Temporärer Blumenschmuck zur Beisetzung oder zu besonderen Anlässen ist in der Regel erlaubt. Wir informieren Sie vorab genau über die Regeln des jeweiligen Waldes.

Ja, absolut. Die Trauerhilfe Niederrhein bietet Ihnen die Möglichkeit, eine Waldbestattung im FriedWald Goch-Tannenbusch bereits zu Lebzeiten verbindlich vorzusorgen. Sie können einen konkreten Baum auswählen (z. B. im Rahmen eines Partner- oder Generationenbaumes), die Bestattungsform festlegen und die Kosten sicher einplanen. So entlasten Sie Ihre Angehörigen und stellen sicher, dass Ihre letzte Ruhestätte ganz nach Ihren Vorstellungen gestaltet wird. Sprechen Sie uns gerne auf unsere Vorsorgeangebote an.

Im FriedWald Goch-Tannenbusch ist ausschließlich die Verwendung einer biologisch abbaubaren Urne zulässig. Die Urne muss aus natürlichen Materialien wie Holz, Ton, Papier, Kokosfasern oder anderen organischen Stoffen bestehen, die sich im Erdreich vollständig zersetzen. Metallene oder kunststoffhaltige Urnen sind nicht erlaubt, da sie den natürlichen Kreislauf des Waldes stören würden. Die Trauerhilfe Niederrhein hält verschiedene zertifizierte, zersetzbare Urnenmodelle vor und berät Sie gerne bei der Auswahl.

Ja, wir führen deutschlandweit Waldbestattungen durch. Auch wenn unser Namensschwerpunkt am Niederrhein liegt, sind wir überregional vernetzt und verfügen über langjährige Kooperationen mit zahlreichen FriedWald-Standorten und anderen zertifizierten Bestattungswäldern in ganz Deutschland. Ob in der Lüneburger Heide, im Bayerischen Wald, im Taunus, im Harz, im Schwarzwald oder an der Ostsee – wir organisieren für Sie eine würdevolle Waldbestattung an jedem gewünschten Ort.

Unser Leistungsspektrum umfasst dabei:

  • Auswahl eines passenden FriedWald-Standortes nach Ihren Wünschen

  • Übernahme der gesamten Organisation und Koordination vor Ort

  • Auswahl der geeigneten biologisch abbaubaren Urne

  • Gestaltung und Durchführung der Trauerfeier im Wald (auch mit ortsansässigen Rednern oder Geistlichen)

  • Klärung aller Formalitäten mit dem jeweiligen FriedWald-Betreiber

  • Überführung der Urne zum Bestattungsort

Durch unsere enge Zusammenarbeit mit einem deutschlandweiten Netzwerk an Partnern und Dienstleistern stellen wir sicher, dass die Bestattung – egal in welcher Region – mit der gleichen Sorgfalt, Einfühlsamkeit und Professionalität durchgeführt wird, die Sie von uns am Niederrhein gewohnt sind. Ihre persönlichen Wünsche stehen dabei stets im Mittelpunkt.

Sprechen Sie uns an – wir realisieren Ihre Waldbestattung überall in Deutschland.